Die häufigsten Fehler?
  • Beim Review stolpere ich immer wieder über die gleichen Probleme, wie zum Beispiel eine zu enge Anlehnung an die englische Satzstruktur, das/dass-Fehler, zu viele Füllwörter, zu wörtliche Übersetzung.

    Deshalb dient dieser Thread der Sammlung von Beispielen, die später im Wiki veröffentlicht werden.

    Von Interesse sind dabei vor allem auch Beispiele, die den Unterschied von wörtlichen Übersetzungen des Transkripts und echten, lesbaren, kurzen Untertiteln verdeutlichen. (Gute Untertitel zeichnen sich dadurch aus, dass der Leser der Übersetzung problemlos folgen kann und dabei immer noch genug Zeit hat, das Geschehen im Film zu verfolgen.)
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  • Manchmal finde ich Übersetzungen von verschiedenen Anreden problematisch. "You" mit "du" halte ich für zu salopp, "man" finde ich oftmals passender.

    Auch die Frage, ob "we" mit "wir", oder mit "Sie" übersetzt werden sollte, stellt sich mir häufiger. Komplexe Satzstrukturen klingen oftmals übersetzt sehr hölzern.

    Manche Übersetzer verwenden "dies" statt "das", allerdings klingt das etwas gestelzt.

    Ich denke, dass die Balance zwischen zu salopper Alltagssprache und zu komplexer Schriftsprache für uns deutsche Übersetzer das größte Problem darstellt... Das passt auch zu deiner Aussage zwecks Lesbarkeit und Kürze.

    Ach ja, Groß- und Kleinschreibung sind ebenfalls ein wichtiges Thema - tritt zwar seltener auf, aber ist trotzdem etwas, das sich leicht vermeiden ließe, vor allem das Indefinitpronomen "anderer/andere/anderes" fällt mir da gerade spontan ein.

    Zu Anglizismen sollte man auch noch überlegen... aktuelles Beispiel in einem meiner Talks: "Bandstand" - "Musikpavillon". Tolles Wort, aber völlig unpassend im Deutschen für die Bühne, auf der ein Jazz-Improvisationsquartett spielt. "Bühne" trifft es nämlich auch nicht, das ist zu allgemein. Ich habe bei der ersten Nennung im Text das englische Wort beibehalten und mit Musikpavillon erklärt und bin dann beim englischen Wort geblieben.

    Zusammengesetzte Substantive à la Schifffahrtskapitänsgesellschaft tauchen bisweilen auf, da stellt sich oftmals die Frage, ob und wenn ja, wo ein "-" eingebaut wird. Jazz-Improvisationsquartett z.B. statt Jazzimprovisationsquartett.